Lautes Denken - Metakognition 'sichtbar' machen

Metakognitiv fundiertes Lernen erfordert, im Innern ablaufende Denkprozesse für Andere wahrnehmbar zu machen zu machen. In den Neurowissenschaften ist es üblich, dazu ein aufwändiges bildgebendes Verfahren einzusetzen: Eine Möglichkeit, die uns nicht zur Verfügung stand. Allerdings ist Lautes Denken ein höchst einfaches, ebenfalls erkenntnisförderndes Verfahren. Aufgrund seines kommunikativ-interaktiven Charakters stellt es für unsere Zwecke sogar das sinnvollere Instrument dar. Es macht metakognitive Prozesse nämlich nicht nur sicht- sondern auch hörbar. Damit lassen sie sich kommunikativ bearbeiten, das heißt analysieren und optimieren. Lautes Denken besteht darin, alle während der Beschäftigung mit einer problemhaltigen Aufgabe ‚im Kopf‘ ablaufenden Denkprozesse in Sprache umzusetzen.

Über den Weg dieser Verbalisierung werden sie objektiviert. Sie können auf Tonträgern festgehalten und gegebenenfalls auch transkribiert werden. Beide Formen der Speicherung erlauben dem Problemlöser selbst, aber auch seinen Mitlernenden, aus den abgelaufenen Denkprozessen diejenigen herauszufiltern, die metakognitiv orientiert waren, und es besteht die Möglichkeit, sie in ihrer Funktion für den Problemlösungsprozess zu benennen. Auf diese Weise wird in der konkreten Anwendung der metakognitiven Technik das eigene Problemlöseverhalten erfasst und kann im Blick auf Stärken und Schwächen des metakognitiven Zugriffs gewertet werden.


Die Analyse von TAPs lässt sich gut mit Hilfe einer einfach aufgebauten Tabelle bewerkstelligen: