Metakognition und Lernerfolg

Unsere Forschungsergebnisse aus mehreren Projekten belegen die Steigerung von Lernerfolg bei metakognitiv fundiertem Lernen.

1. Metakognition und Intelligenz

Häufig werden wir gefragt, ob Metakognition nicht nur für Menschen mit höheren Intelligenzwerten geeignet sei.

 

In den Forschungsprojekten haben wir auch einen kulturfreien Intelligenztest (CFT 20) eingesetzt, um dieser Frage nachzugehen. Das Ergebnis: Auch die Intelligenzgruppe mit niedrigen und sehr niedrigen (Intelligenzgruppe 1) sowie die mit durchschnittlichen Werten (Intelligenzgruppe 2) erzielten signifikante Lernfortschritte in den Versuchs- gegenüber den in den Vergleichsgruppen Lernenden. (Weitere Ausführungen folgen, R. und A. Kaiser)

 

 

2. Metakognitive Effekte bei Älteren

Ältere Personen, die beim Lernen gezielt metakognitive Strategien und Techniken einsetzten (Versuchsgruppe), verfügten in deutlich höherem Maß über die Fähigkeit, komplexe alltagsnahe Probleme zu lösen als diejenigen, die auf herkömmliche Art lernten (Vergleichsgruppe).

3. Geringqualifizierte und metakognitive Effekte

Geringqualifizierte gelten in der öffentlichen Wahrnehmung als schwierige und eher demotivierte Lerner. Das mag für Teilnehmende an üblichen Weiterbildungsmaßnahmen gelten. Für diejenigen jedoch, die metakognitiv fundiert lernten, sieht das Bild deutlich anders aus:

Der Blick auf die Teilnehmenden mit Hauptschulabschluss, die größte Teilgruppe unter den Geringqualifizierten, zeigt, mit welcher Power  Metakognition beim Lernen wirkt. Der Effekt des Lernzuwachses betrug bei der metakognitiv arbeitenden Gruppe (Versuchsgruppe) d = 0,8, bei den auf herkömmliche Art Lernenden (Vergleichsgruppe) dagegen lediglich d = 0,2. Man kann sagen, hier fand nahezu kein nennenswerter Lernfortschritt statt.

Als generelles Fazit lässt sich festhalten:

Ein metakognitives Training führt mit großer Sicherheit zu Leistungssteigerung bei der Lösung  problemhaltiger Aufgaben aus dem Alltag.