Die Entdeckung des Leistungspotentials von Metakognition

 

Mit dem ersten Forschungsprojekt (SeLk) wurden wir auf ein irritierendes Phänomen aufmerksam: Kursleitende unterfordern Lernende eher als dass sie sie überfordern. Unterforderung aber setzt keine Lernenergie frei. Dafür müssen Lernende vielmehr einer Herausforderung gegenüberstehen. Aus dieser Einsicht entstand das Konzept der problemhaltigen Aufgabe, die wir zu einem zentralen Prinzip metakognitiv fundierten Lehrens und Lernens entwickelten.

 

Das Projekt Variation von Lernumgebungen und Lernerfolg (VaLe) rückte den Aspekt der Performanz in den Mittelpunkt: Didaktische Versprechen machen und hehre Ziele formulieren, ist das Eine. Ihr Eintreten beziehungsweise Erreichen zu erfassen (zu messen), ist das Andere, das Entscheidende.

 

Der Weg zum Erfassen von Performanz wurde im Projekt Kognitive Leistungssteigerung im Alter (KLASSIK) fortgesetzt. Wir entwickelten komplexe, objektive Leistungstests, um die Performanz der Lernenden bestimmen zu können und definierten sie auf vier Kompetenzniveaus. Damit waren wir in der Lage, evidenzbasiert prüfen zu können, ob die Leistungen der Versuchsgruppe (Lernen auf metakognitiver Grundlage) besser waren als die der Vergleichsgruppe (Lernen auf die in der Weiterbildung üblichen Art).

 

Die bis zu diesem Punkt gewonnenen Erkenntnisse wurden nun in die Arbeit der vom BMBF initierten Dekade Alphabetisierung und Grundbildung eingebunden, und zwar mit dem Projekt Metakognitiv fundiertes Lehren und Lernen mit Geringqualifizierten (mekoFUN).

 

Die Anmerkungen zu den aktuellen Projekten (mekoBASIS und mekoTRANS) folgen.