Metakognition

  • Das Konzept Metakognition – theoretische Grundlagen und praktische Anwendung
  • Metakognition und ihre leistungssteigernde Kraft
  •  Metakognition sichtbar machen: Lautes Denken
  •  Anwendung von Metakognition im Lehr-/Lernfeld: Die Neue Didaktik
  •   Forschungsergebnisse zur Wirkung von Metakognition
  •   Lerndiagnose und Lernerberatung unter metakognitiver Perspektive

 

Unsere  Erkenntnisse zu Metakognition haben wir in ihren allgemeinen Grundlagen aus der internationalen Forschungsliteratur sowie speziell aus unseren eigenen Forschungsprojekten gewonnen. Diese waren evidenzbasiert angelegt. Das heißt, wir haben mit einem Design gearbeitet, bei dem eine Versuchsgruppe metakognitiv fundiert lernte, wogegen die Vergleichsgruppe auf herkömmliche Art unterrichtet wurde. Die Gruppen bearbeiteten am Anfang einen für beide identischen, komplexen Test mit alltagsnahen Aufgaben. Das Gleiche geschah dann am Ende der ausgedehnten Lernphasen mit einem zweiten, ebenfalls für beide Gruppen identischen Test. So wurden Unterschiede in der Lernentwicklung von Versuchs- und Vergleichsgruppe empirisch fassbar.

 

Das folgende Strukturbild illustriert dieses evidenzbasierte Design.

Unsere Forschungsprojekte sind ökologisch valide. Wir haben mit ganz normalen Kursen aus den unterschiedlichsten Bereichen der Weiterbildung gearbeitet. Damit konnten wir den Gegebenheiten der alltäglichen Kurspraxis in hohem Maß Rechnung tragen. Die meisten Forschungsergebnisse zu Metakognition wie zu vielen anderen Fragen des Lernens basieren auf Laborbedingungen, meist durchgeführt lediglich mit  Studierenden aus den unteren Semestern.

 

Metakognitiv zu bearbeitende Aufgaben müssen hinreichend komplex, also problemhaltig sein. Nur dann fühlen sich Lernende herausgefordert, die besondere geistige Anstrengung aufzubringen, die der Einsatz von Metakognition mit sich bringt.

Metakognitiv fundiertes Lernen sollte von Lautem Denken begleitet sein. Auf diese Weise wird der individuelle Lernprozess sowohl dem laut Denkenden als auch den Mitlernenden 'sichtbar' und in seinen metakognitiven Bestandteilen optimierbar.